Mögen Katzen eher Ruhe oder Lärm?

Katzen haben ein gutes Gehör. Sie benutzen ihre Ohren, um zu jagen und auf mögliche Bedrohungen zu achten. Andererseits lösen laute Geräusche bei Katzen eine Angstreaktion aus, so dass eine längere Exposition gegenüber Lärm und lauten Geräuschen auf ein Minimum reduziert werden muss. Katzen bevorzugen eher Ruhe als Lärm.

Katzen bevorzugen Ruhe, weil sie dann besser schlafen und sich entspannen können. Eine längere Lärmbelastung von über 95 Dezibel kann bei Katzen Gehörschäden verursachen. Aber auch ein kurzes, schrilles Geräusch von 120 Dezibel kann das Gehör Ihrer Katze gefährden.

Ständige Lärmbelastung sollten Sie bei Katzen also vermeiden. Übermäßiger Lärm erhöht den Blutdruck der Katze und führt zu Hypertonie. Das liegt daran, dass Ihre Katze in einem erhöhten Stresszustand lebt.

Katzen bevorzugen es also, in Ruhe zu leben.

Sind Katzen lärmempfindlich?

Das hervorragende Gehör von Katzen bringt es mit sich, dass sie lärmempfindlich sind. Wie empfindlich sie sind, hängt aber von der Erziehung und der Ängstlichkeit der Katze ab.

Wenn Sie eine nervöse Katze haben, wird sie sich wahrscheinlich vor plötzlichen Geräuschen fürchten.

Hat die Katze bisher in einer ruhigen Gegend gelebt? Wenn ja, ist das Zusammenleben mit kleinen Kindern in einer lauten, bevölkerungsreichen Stadt ein großer Schock. Ihre Katze wird Zeit brauchen, um sich daran zu gewöhnen.

Wie laut ist zu laut für Katzen?

In der folgenden Tabelle sind die durchschnittlichen Dezibelwerte für verschiedene Geräusche angegeben:

GeräuschLärmpegel
Vogelgezwitscher40 dB
Menschliche Unterhaltungen60 dB
Automotoren70 dB
Fernsehen und Radio75 dB
Staubsauger80 dB
Menschliches Geschrei90 dB
Stereoanlage95 dB
Autohupen110 dB
Elektrowerkzeuge110 dB
Sirenen120 dB
Der Lärmpegel verschiedener Geräusche

So können Sie das Risiko einer dauerhaften Schädigung des Gehörs Ihrer Katze verringern:

  • Verwenden Sie Kopfhörer, wenn Sie laut fernsehen oder laute Musik hören.
  • Minimieren Sie den Kontakt mit Staubsaugern und ähnlichen lauten Geräten.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze einen ruhigen Ort hat, an den sie sich zurückziehen kann.
  • Lassen Sie das Gehör Ihrer Katze mindestens einmal im Jahr von einem Tierarzt überprüfen.

Bevorzugen Katzen Ruhe?

Wenn man sie vor die Wahl stellt, werden Katzen immer einen ruhigen Ort wählen. Dafür gibt es einige nachvollziehbare Gründe:

  • Katzen nutzen ihr Gehör bei der Jagd, was in der Stille einfacher ist.
  • Überraschungen sind unwahrscheinlicher, wenn eine Katze alles hören kann.
  • Katzen können ohne laute Ablenkungen leichter schlafen.

Wenn eine Katze die Ruhe gewöhnt ist, ist sie aber noch lärmempfindlicher. Denn je ruhiger die Umgebung ist, desto wahrscheinlicher wird eine nervöse Reaktion auf plötzliche Geräusche.

Können Katzen bei Lärm schlafen?

Katzen können auch in einer lauten Umgebung dösen. Aber das ist nicht ihr Erholungsschlaf. Die meisten Katzen holen ihren Tiefschlaf tagsüber nach, wenn das Haus leer ist.

Wenn eine Katze döst, schläft sie nicht richtig. Sie wissen vielleicht, dass Katzen ein drittes Augenlid haben. Dies hilft der Katze, zu dösen und gleichzeitig ihre Umgebung wahrzunehmen.

Das Gleiche gilt auch für ihr Gehör. Eine Katze in einer lauten Umgebung ist immer noch wachsam. Sie lässt ein Ohr offen, um nach Gefahren Ausschau zu halten.

In dieser Situation blendet die Katze vertraute Geräusche aus. Der Geschirrspüler, menschliche Gespräche oder der Fernseher interessieren sie nicht. Bei einem plötzlichen lauten Geräusch springt sie aber auf und wird aufmerksam.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze mindestens einen Rückzugsort hat. So kann sie sich zurückziehen, wenn sie überreizt ist oder richtig schlafen will.

Welche Geräusche mögen Katzen?

Es gibt aber auch einige Geräusche, die Katzen genießen. zu diesen Geräuschen gehören:

  • Schütteln und Klappern
  • Klicken und Kratzen
  • Andere Katzen
  • Öffnen und Schließen von Türen
  • Die Stimme des Besitzers
  • Vogelgezwitscher

Das Geräusch einer sich öffnenden oder schließenden Tür weckt das Interesse der Katze. Sie wird sich fragen, ob ein Lieblingsmensch zurückgekehrt ist.

Sprechen Sie auch mit Ihrer Katze, denn Katzen erkennen Menschen vor allem an ihrer Stimme, nicht an ihrem Aussehen oder ihrer Erscheinung.

Warum mögen Katzen Schüttel- und Klappergeräusche?

Katzen assoziieren diese Geräusche mit der Essenszeit. Eine Katze nimmt zur Essenszeit folgende Geräusche wahr:

  • Schütteln einer Tüte mit Trockenfutter
  • Einfüllen des Futters in einen Napf
  • Abstellen des Napfes auf dem Boden

Das Gleiche gilt für einen elektrischen Dosenöffner. Wenn Ihre Katze dieses Geräusch kennt und hört, wird sie aufgeregt sein.

Warum mögen Katzen Klick- und Kratzgeräusche?

Für diese Vorliebe gibt es zwei mögliche Erklärungen:

  • Die Katze hat ein Clickertraining absolviert.
  • Ihre Katze assoziiert Klickgeräusche mit Leckerlis.

Wahrscheinlicher ist, dass diese Geräusche den Jagdinstinkt der Katze anregen, so dass eine aufgeregte Katze mit der Zunge schnalzt. Sie können dies hören, wenn eine Katze Vögel durch ein geschlossenes Fenster beobachtet.

Wenn eine Katze ein Schnalzen hört, vermutet sie, dass Beute in der Nähe ist.

Das Kratzen löst eine ähnliche Reaktion aus, da Katzen ihr gutes Gehör nutzen, um Beute zu orten. Das kratzende Geräusch einer huschenden Maus ist für eine Katze sehr aufregend.

Welche Geräusche mögen Katzen nicht?

Allerdings gibt es auch verschiedene Arten von Geräuschen, die Katzen nicht mögen. Besonders diese vier Arten von Geräuschen lösen bei Katzen Angst und Unruhe aus:

  • Laute, plötzliche Geräusche
  • Laute, dröhnende Geräusche
  • Geräusche, die auf Gefahr hindeuten
  • Hohe, blecherne Töne

Es kann aber durchaus sein, dass Sie nicht in der Lage sein werden, Ihre Katze vor all diesen Geräuschen zu schützen.

Katzen hassen laute Geräusche

Laute Geräusche reizen Katzen am meisten. Sie sind nicht nur beängstigend, sondern können auch Gehörschäden verursachen.

Diese Geräusche lassen sich in zwei Kategorien einteilen: kurze, heftige Töne und lang anhaltendes Dröhnen. Beispiele für kurze, laute Geräusche können sein:

  • Feuerwerkskörper
  • Fehlzündungen bei Autos
  • Aufheulende Motorräder
  • Autohupen
  • Zuschlagende Türen
  • Explosionen im Fernsehen

Die meisten Katzen springen auf und bringen sich in Sicherheit, wenn sie diese Geräusche hören. Solche Geräusche sind manchmal unvermeidbar, wie beispielsweise an Silvester.

Länger anhaltende laute Geräusche sind aber ebenso unangenehm. Dazu gehören:

  • Staubsaugen
  • Elektrische Werkzeuge
  • Bauarbeiten außerhalb/innerhalb des Hauses
  • Schreien und laute Gespräche

Wenn auf Ihrem Grundstück oder in dessen Nähe umfangreiche Bauarbeiten stattfinden, sollten Sie Ihre Katze vorübergehend umquartieren. Bohrer und Elektrowerkzeuge verursachen Stress.

Es besteht die Gefahr eines dauerhaften Hörverlusts und von Herzproblemen.

Eine laute Umgebung kann sehr viel schwieriger zu handhaben sein.

Wenn Sie in der Nähe eines Kindergartens wohnen, ist es zu bestimmten Tageszeiten sehr laut. Ihre Katze wird sich mit der Zeit aber an diesen Hintergrundlärm gewöhnen.

Das Staubsaugen ist das Hauptproblem, mit dem Katzenbesitzer konfrontiert werden, denn Katzen hassen das Geräusch des Staubsaugers meist.

Es ist laut, dauert lange und dringt in das private Revier der Katzen ein.

Katzen hassen hohe Geräusche

Es gibt einige Geräusche, die nur Katzen hören können. Dabei handelt es sich um sehr hohe Töne.

Die höchste hörbare Frequenz des menschlichen Gehörs liegt bei 20.000 Hertz. Aber die meisten Menschen über 20 Jahren solche hohen Töne nicht hören.

Katzen können Töne bis zu 64.000 Hertz hören. Eine Katze kann ihre Beute aus bis zu 50 Metern Entfernung anhand von Geräuschen orten.

Aus diesem Grund starren Katzen Wände an, da sie Nagetiere und Insekten darin hören können. Katzen können auch Ultraschallgeräte wie Autofernbedienungen hören. Selbst eine LED-Glühbirne kann Töne aussenden, die Ihre Katze hören kann.

Das Gehör einer Katze verschlechtert sich mit dem Alter. In jungen Jahren ist das Gehör einer Katze am stärksten ausgeprägt.

Katzen hassen Gefahrengeräusche

Katzen leben in einem Zustand der ständigen Wachsamkeit. Beim ersten Anzeichen von Gefahr fliehen die meisten Katzen aus der Umgebung.

Ein Geräusch, das die meisten Katzen mit Gefahr assoziieren, ist das Fauchen. Zu den Geräuschen, die für eine Katze wie ein Fauchen klingen, gehören:

Wenn Ihre Katze diese Geräusche hört, kann sie zurückfauchen oder ihre Dominanz über ihr Revier behaupten. Aber eine Flucht ist wahrscheinlicher.

Mögen Katzen Musik?

Katzenbesitzer stellen oft fest, dass Musik Katzen anzieht. Es wird sogar angenommen, dass klassische Musik Katzen besonders anspricht, aber das ist nicht der Fall. Katzen hören zwar gerne Musik, aber nur, wenn sie für sie bestimmt ist.

In einer Studie testeten Wissenschaftler, ob Musik Katzen anspricht, indem sie katzengerechte Musik kreierten. Das Tempo und der Takt wurden so gestaltet, dass sie die Sinne der Katzen ansprechen.

Außerdem wurden Schnurren und Fütterungsgeräusche hinzugefügt. Die Ergebnisse waren überraschend. Die Katzen rieben sich an den Lautsprechern. Damit versuchten sie, die Musik für sich zu beanspruchen.

Mögen Katzen weißes Rauschen?

Manche Katzen fühlen sich durch weißes Rauschen wohl, weil sie Routine mögen.

Ein elektrisches Gerät, das kontinuierlich weißes Rauschen abgibt, kann für eine Katze beruhigend sein. Es kann unerwünschte Hintergrundgeräusche ausblenden.

Wenn Sie eine ängstliche Katze oder ein lautes Zuhause haben, sollten Sie sich vielleicht ein Gerät mit weißem Rauschen zulegen.

Fazit: Mögen Katzen eher Ruhe oder Lärm?

Katzen bevorzugen die Ruhe. Sieziehen es vor, in einer ruhigen und friedlichen Umgebung zu leben, die frei von Geschrei, Bauarbeiten, lauten Geräten, Feuerwerk und Donner ist.

Katzen können zwar etwas Lärm tolerieren, aber nicht, wenn er plötzlich auftritt. Und auch laute Geräusche sind für Katzen unangenehm.

Bestimmte Geräusche wie das Fauchen werden mit Konfrontation und körperlicher Gefahr in Verbindung gebracht. Ihre Katze wird vor Geräuschen fliehen, die ihr Unbehagen bereiten.

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