Warum mögen Katzen Fisch?

Daniel

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Katzen mögen Fisch

Wir alle kennen das Bild einer neugierigen Hauskatze, die den Goldfisch der Familie in seinem Glas beäugt. Katzen und Fische scheinen ein natürliches Paar zu sein. Und Katzen essen nicht nur gerne Fisch, sie riechen und beobachten ihn auch gerne. Aber warum mögen Katzen als ehemalige Wüstenbewohner, die normalerweise das Wasser verabscheuen, Fische so sehr? Und ist Fisch für Katzen ernährungsphysiologisch gesehen unbedenklich?

Katzen mögen Fisch vor allem aus zwei Gründen gern: Zum einen ist Fisch reich an Nährstoffen und zum anderen riechen und schmecken Fische gut. Jedoch mögen nicht alle Katzen Fisch, und manche Katzen sind sogar allergisch auf Fisch.

Auch wenn Fisch kein natürlicher Bestandteil der Ernährung von Hauskatzen ist, kann gekochter Fisch von Zeit zu Zeit ein leckerer und nahrhafter Leckerbissen sein.

Vorausgesetzt natürlich, Ihre Katze mag ihn. Denn nicht alle Katzen mögen ihn. Und manche Katzen können auch allergisch auf Fisch reagieren.

Bevor Sie sich jetzt also Ihre Angel schnappen und Futter für Ihre Katze fangen, gibt es einiges, was man über Katzen und Fisch wissen sollte.

Warum essen Katzen gerne Fisch?

Hauskatzen stammen von afrikanischen Wildkatzen ab, bei denen Fisch wohl kaum auf dem Speiseplan stand.

Und abgesehen von einigen Rassen wie Maine Coons, Abessinier und Bengalen, die Spaß an Wasser haben, sind die meisten Katzen keine begeisterten Schwimmer. Was steckt also hinter dem Appetit Ihrer Katze auf Fisch?

Eine Theorie besagt, dass Katzen ihre Vorliebe für Meeresfrüchte entwickelt haben, als die alten Ägypter Fische benutzten, um sie in ihre Gemeinschaften zu locken. Diese Theorie ist jedoch nicht bewiesen.

Es gibt aber tatsächlich verschiedene Gründe, warum Katzen gerne Fisch essen:

  • Katzen sind opportunistische Esser: Nachdem sie jahrelang mit Menschen zusammengelebt haben, haben Katzen gelernt, dass es viel einfacher ist, das zu essen, was vor ihnen liegt, also Futter im Napf, Tischabfälle oder Essensreste, als etwas anderes zu jagen. Wenn Fisch leicht verfügbar ist, isst eine Katze ihn normalerweise gerne.
  • Sie mögen den Geruch von Fisch: Fisch riecht ganz speziell. Nicht umsonst nennt man manche Gerüche fischig. Das mag für uns Menschen manchmal unangenehm sein, aber für die talentierten Nasen Ihrer Katze ist es geradezu eine Einladung. Ein Hauch davon und sie sind bereit zu essen.
  • Katzen haben empfindliche Geschmacksrezeptoren: Ein ausgeprägter Geschmackssinn hilft Katzen, Nahrungsmittel zu erkennen, die reich an essenziellen Aminosäuren wie Taurin sind. Diese sind wichtig für Sehkraft, Verdauung und Herzgesundheit, was der Katze also zugute kommt.
  • Fisch ist reich an Protein: Katzen sind obligate Fleischfresser, das heißt, sie brauchen Eiweiß zum Überleben. Mit ihrem geschärften Geschmacks- und Geruchssinn können Katzen Fisch leicht als reiche Proteinquelle erkennen.
  • Er erhöht die Schmackhaftigkeit: Fisch macht die Mahlzeiten interessant und bringt Abwechslung in die Ernährung Ihrer Katze. Als geschmacksverstärkender Zusatz zum Futter kann er untergewichtige Katzen oder wählerische Esser zum Essen motivieren.

Welche Vorteile hat Fisch für Katzen?

Als gelegentlicher Leckerbissen ist normaler, gekochter Fisch für Katzen völlig unbedenklich. Das Schlüsselwort ist dabei jedoch gelegentlich.

Da eine reine Fischdiät zu Nährstoffmängeln führen würde, sollten Katzen nur eine kleine Menge Fisch zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung verzehren.

Die Katze profitiert dann von den folgenden Vorteilen:

Erstens ist Fisch reich an magerem Eiweiß. Außerdem ist Fisch eine hervorragende Quelle für Omega-Fettsäuren.

Wenn Sie sich für Kaltwasserfische wie Lachs für Ihre Katze entscheiden, haben Sie den zusätzlichen Vorteil, dass die Omega-3-Fettsäuren die Gesundheit der Gelenke und des Fells verbessern können.

Die höchsten Gehalte an Omega-Fettsäuren finden sich in fettem Fisch wie Lachs, Sardinen und Makrele.

Für Katzen, die keinen Fisch mögen, kann ein Fischölpräparat* eine Überlegung wert sein.

Die Vorteile von Fischöl für Katzen müssen zwar noch gründlicher erforscht werden, aber es gibt Hinweise darauf, dass ein Ergänzungsmittel Entzündungen verringern kann.

Sie sollten jedoch ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel wählen, das speziell für Katzen entwickelt wurde, keine für Menshen gedachten Tabletten. Und Sie sollten die richtige Dosis verabreichen.

Fisch enthält außerdem auch Taurin, eine Aminosäure, die für eine gute Sehkraft, die Gesundheit des Herzens und die Verdauung wichtig ist.

Im Gegensatz zu anderen Säugetieren können Katzen Taurin nicht selbst herstellen, so dass sie es aus Nahrungsquellen wie Fisch beziehen müssen.

Sollten Sie eine bestimmte Fischart einer anderen vorziehen? Das kommt darauf an, welche Vorteile Sie für Ihre Katze suchen.

Lachs beispielsweise ist eine hervorragende Quelle für EPA und DHA, die beiden wichtigsten Omega-3-Fettsäuren, die vorteilhafte Eigenschaften haben.

Aber Lachs ist auch fett- und kalorienreich, während weißer Fisch in der Regel fett- und kalorienärmer ist und besser für übergewichtige Katzen geeignet sein kann.

Dürfen Katzen rohen Fisch essen?

Katzen sind zwar Fleischfresser, aber das bedeutet nicht automatisch, dass Katzen rohen Fisch essen sollten. Es ist tatsächlich so, dass Katzen keinen rohen Fisch essen sollten.

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die Rohfütterung irgendwelche Vorteile für die Katze hat oder der herkömmlichen Ernährung überlegen ist. Die einzige akzeptierte Studie zeigt sogar Risiken auf.

Ein solches Risiko sind Lebensmittelvergiftungen durch Bakterien wie Salmonellen und E. coli. Auch Parasiten wie Bandwürmer können durch den Verzehr von rohem Fisch übertragen werden.

Hinzu kommt, dass roher Fisch Thiaminase enthält. Dieses Enzym baut Thiamin im Körper ab, was zu einem Mangel an diesem wichtigen B-Vitamin führt. Zu den Symptomen eines Thiaminmangels gehören:

  • Kopfzittern
  • Verlust der Koordination
  • Depressionen
  • Ventroflexion des Kopfes, Kopf und Hals sind dann nach unten gesunken
  • Krampfanfälle

Unbehandelt kann ein schwerer Thiaminmangel sogar zum Tod führen. Die Fütterung Ihrer Katze mit rohem Fisch ist ein solches Risiko nicht wert.

Wie bereitet man Fisch für Katzen zu?

Da roher Fisch nicht in Frage kommt, ist eine der einfachsten Möglichkeiten, vorgefertigte Mahlzeiten für Katzen auf Fischbasis zu servieren.

Es gibt Fischmahlzeiten, die auf die Ernährung Ihrer Katze abgestimmt sind. Das reicht von cremigen Fischpürees bis hin zu knusprigen Thunfischhappen.

Apropos Thunfisch: Thunfisch aus der Dose ist durchaus ein geeigneter Snack für Katzen. Allerdings nur in begrenzten Mengen und nur im eigenen Saft, nicht in Öl eingelegt.

Thunfisch in Dosen, der für Menschen bestimmt ist, enthält viel Quecksilber und nur wenig gesundes Taurin, weshalb er am besten als Snack für zwischendurch geeignet ist.

Verwenden Sie einen leichten Thunfisch, der in Wasser und nicht in Öl eingelegt ist, und vermeiden Sie jegliche Aromastoffe oder Salzzusätze.

Was die Zubereitung von Fisch für Ihre Katze betrifft, so ist gekochter, gegrillter oder gebratener Fisch am besten geeignet.

Vermeiden Sie frittierten und geräucherten Fisch, achten Sie darauf, die Gräten zu entfernen, und lassen Sie die üblichen Gewürze weg.

Zur Sicherheit sollten Sie aber immer mit Ihrem Tierarzt sprechen, bevor Sie die normale Ernährung Ihrer Katze ergänzen oder ändern.

Welche Fischsorten mögen Katzen am liebsten?

Jede Katze hat natürlich ihre eigenen Vorlieben. Aber zu den Fischen, die viele Katzen am liebsten mögen, gehören:

  • Thunfisch
  • Lachs
  • Sardinen
  • Heilbutt
  • Tilapia
  • Kabeljau
  • Flunder

Katzen lieben Thunfisch und Lachs wegen ihres starken Geruchs und ihres kräftigen Geschmacks. Sardinen sind ein weiterer Katzenfavorit, der wegen seines hohen Fettgehalts beliebt ist.

Können Katzen allergisch auf Fisch sein?

Katzen können leider allergisch auf Fisch reagieren. Aber was verursacht eine Fischallergie? Und wie kann man sie erkennen?

Wie beim Menschen ist auch bei Katzen nur bekannt, wie eine Nahrungsmittelallergie entsteht, aber nicht warum.

Warum manche Katzen eine Fischallergie entwickeln, ist also unbekannt, obwohl man vermutet, dass es eine genetische Veranlagung gibt. Wie die Allergie entsteht, ist hingegen einfach erklärt.

Es handelt sich bei Nahrungsmittelallergien um eine abnorme Reaktion des Immunsystems auf ein Allergen im Nahrungsmittel. Bei dem Allergen handelt es sich fast immer um ein Protein.

Achten Sie auf die folgenden Anzeichen, falls Sie eine Fischallergie bei Ihrer Katze vermuten:

  • Rote, entzündete Haut, meist an Brust und Bauch
  • Juckreiz
  • Ständiges Belecken der betroffenen Stellen
  • Haarausfall
  • Blutungen

Seltener kommt es bei manchen Katzen auch zu Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall.

Es kann allerdings sehr schwierig sein, herauszufinden, ob Ihre Katze an einer Nahrungsmittelallergie, einer Umweltallergie oder einer Flohallergie leidet, da sie alle die gleichen Symptome zeigen können.

Sie sollten Ihre Katze bei Verdacht daher zu einem Tierarzt bringen, der einige Diagnosen durchführen wird.

Der beste Weg zur Diagnose von Nahrungsmittelallergien ist die Durchführung einer Ernährungsumstellung, um zu sehen, ob sich die Symptome verbessern.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können Ihrer Katze eine neue Proteinquelle bieten, wie Ente, Kaninchen oder Wild.

Oder Ihr Tierarzt kann eine hydrolysierte Nahrung empfehlen, bei der das Protein in winzige Stücke zerlegt wird, die das Immunsystem Ihrer Katze nicht erkennen kann.

Bei der Behandlung von Nahrungsmittelallergien und Umweltallergien ist es wichtig zu wissen, dass diese unterschiedlich behandelt werden.

Die einzige Behandlung für eine Fischallergie ist eine Ernährung ohne Fisch. So einfach ist das normalerweise.

Wenn eine Katze an einer Umweltallergie oder an einer Kombination aus Futter- und Umweltallergie leidet, sieht die Therapie ganz anders aus. Zu den Behandlungsmöglichkeiten für Umweltallergien gehören:

  • Eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist
  • Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren
  • Kortikosteroide
  • Immuntherapie
  • Immunsuppressive Medikamente
  • Antihistaminika

Fazit: Warum mögen Katzen Fisch?

Gekochter Fisch oder eine Portion Thunfisch aus der Dose sind eine nette Abwechslung für Ihre Katze.

Es sollte ihre normale Ernährung aber nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Zu viel Thunfisch kann bei Katzen sogar zu Quecksilbervergiftungen führen. In Maßen angeboten, ergänzt Fisch jedoch eine ausgewogene Katzennahrung.

Dass Katzen überhaupt Fisch mögen, liegt an verschiedenen Gründen. Fisch hat einen intensiven Geruch und Geschmack, den viele Katzen interessant finden.

Außerdem nehmen sie auch wahr, dass Fisch reich an Proteinen und somit nahrhaft ist. Und schließlich ist Fisch leicht für sie verfügbar, wenn sie ihn vor die Nase gesetzt bekommen.

Vergessen Sie aber auch nicht andere menschliche Lebensmittel, die Ihre Katze mögen könnte. Korrekt zubereitetes Huhn, Eier und sogar kleine Mengen Wassermelone, die ihr Flüssigkeit spenden, sind eine gute Wahl.

Holen Sie sich aber zur Sicherheit immer die Zustimmung Ihres Tierarztes ein, bevor Sie die Ernährung Ihrer Katze umstellen.

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