Warum lieben Hunde Tennisbälle?

Wenn mein Hund die Wahl zwischen einem Tennisball und einem Leckerli hat, das ich ihm vor die Nase halte, entscheidet er sich fast immer für den Ball. Es ist, als wäre mein Hund besessen von Tennisbällen. Aber warum lieben manche Hunde Tennisbälle so sehr?

Hunde lieben Tennisbälle unter anderem wegen ihres angeborenen Raubtierinstinkts. Ein weiterer Grund ist die Art und Weise, wie sich der Ball im Vergleich zu anderen Bällen verhält und anfühlt, beispielsweise die haarige Beschaffenheit des Balls. Dadurch wirkt er beim Kauen wie eine Beute.

Dass Hunde Tennisbälle so sehr mögen, hängt mit evolutionären Merkmalen, der Psychologie und dem Verhalten von Hunden zusammen.

Es gibt also viele Gründe, warum Hunde sich so gern mit Tennisbällen beschäftigen. Aber sind sie überhaupt ein geeignetes Hundespielzeug?

Warum lieben manche Hunde Tennisbälle so sehr?

Kommen wir nun zu den Einzelheiten der Besessenheit von Hunden, kleine gelbe Tennisbälle zu kauen und zu jagen. Was macht Tennisbälle so anziehend für unsere pelzigen Freunde?

Ist es die Beschaffenheit oder die Art, wie der Ball springt? Oder ist es die leuchtend gelb-grüne Farbe, die sie so sehr zu verführen scheint?

Auf den ersten Blick scheint die Antwort ziemlich einfach zu sein. Aber sie ist komplizierter, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Hunde lieben Tennisbälle aus einer Vielzahl von Gründen, die alle auf interessante Weise variieren können.

So mag der eine Hund Tennisbälle, weil sie hoch aufspringen, während der andere sie liebt, weil sie sein Lieblingsspielzeug zum Kauen sind.

Trotz dieser Unterschiede gibt es jedoch einige Hauptgründe, warum Hunde Tennisbälle im Allgemeinen lieben. Auf diese werden wir später eingehen.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Tennisbälle für Hunde geeignet sind. Oder sind sie auf Dauer nicht sogar schädlich für ihre Gesundheit?

Viele Hundehalter fragen sich, ob Tennisbälle aus dem Haus verbannt werden sollten. Vor allem, nachdem sie die Meinung anderer Hundehalter gehört haben, die Tennisbälle als gefährliches Spielzeug ablehnen.

Ist an diesen Gerüchten also etwas dran? Sind Tennisbälle schädlich für Hunde? Oder sind diese Gerüchte nur ein Ammenmärchen?

Ähnlich wie Menschen können auch Hunde schnell von Dingen besessen sein, die ihnen Spaß machen oder die sie mögen. Dabei ist es egal, ob es sich um Futter, Leckerlis, Spielzeug oder sogar Menschen handelt.

Das kann dann sowohl für den Halter als auch für den Hund unangenehm werden.

Der evolutionäre Grund, warum Hunde Tennisbälle lieben

Die meisten Hunde lieben Tennisbälle, weil sie ihren Raubtierinstinkt befriedigen. Um dies besser zu verstehen, müssen wir jedoch einen kurzen, wenn auch interessanten Blick in die Vergangenheit werfen.

Einer der Hauptgründe, warum Hunde so besessen von Tennisbällen sind, hat mit ihrer evolutionären Entwicklung zu tun.

In der Vergangenheit mussten sich Hunde in freier Wildbahn auf ihre starken Instinkte verlassen, um zu überleben. Unabhängig von ihrer Rasse haben alle Hunde ihr räuberisches Verhalten eingesetzt, um Beute zu fangen und nicht zu verhungern.

Diese räuberischen Verhaltensweisen umfassten das Beäugen, Orientieren, Anpirschen, Jagen, Greifen, Töten und Zerlegen. Ohne diese Instinkte wären Hunde in der Wildnis schnell ausgestorben.

Interessanterweise wurden diese Verhaltensweisen nicht erlernt, sondern entwickelten sich über viele Jahre hinweg auf natürliche Weise bei den Hunden.

Anstatt gelehrt zu bekommen, wie man jagt, wurden Welpen mit diesen instinktiven Verhaltensweisen geboren.

Diese sind bereits in ihrer Psyche verankert, und so wurden Welpen schnell zu geübten und geschickten Jägern, als sie erwachsen wurden.

In der heutigen Zeit wurden diese Verhaltensweisen von Menschen, die sie als Arbeitshunde oder Familienbegleiter wollten, verändert und angepasst.

Nirgendwo wird dies deutlicher als bei Hunderassen, die historisch für die Jagd oder den Rattenfang gezüchtet wurden.

Wenn Sie einen Rat Terrier oder English Setter besitzen, haben Sie sicher schon bemerkt, wie gerne sie zum Beispiel Tennisbällen oder anderen Dingen nachjagen.

Eine Veränderung, die heute bei den meisten domestizierten Hunden zu beobachten ist, war dafür verantwortlich, dass ihr instinktiver Trieb verwässert ist.

Ihr instinktives Verhalten, Beutetiere zu fangen, zu beißen und zu töten, wurde fast vollständig abgeschafft.

Diese Veränderung hat mit dazu beigetragen, dass Arbeitshunde gefahrlos zum Hüten von Schafen und anderen Arbeiten mit Vieh eingesetzt werden können.

Jagdhunde apportieren regelmäßig geschossene Vögel, ohne die Haut der Beute zu durchstechen oder zu verletzen.

Manche Hunde werden auch nur zum Jagen und Aufstöbern von Vögeln eingesetzt, damit sich ihr Herrchen auf das Schießen konzentrieren kann.

In einer Welt, in der die meisten Hunde keine Beute mehr jagen müssen, sind Tennisbälle und andere Spielzeuge im Grunde ein Ersatz für wilde Tiere geworden.

Ihre unberechenbaren Sprünge und ihr zufälliges Verhalten imitieren kleine Tiere wie Ratten oder Mäuse.

Es lohnt sich auch, die haarige Beschaffenheit von Tennisbällen zu berücksichtigen. Mehr noch als ein normaler Gummiball reicht dies aus, um einen Hund in Jagdlaune zu versetzen.

Die ungewöhnliche Beschaffenheit ist auch einer der Gründe, warum Hunde gerne mit Toilettenpapier spielen.

Und das ist der wichtigste Grund, warum Hunde Tennisbälle so sehr lieben, wie sie es tun.

Sind Tennisbälle als Hundespielzeug geeignet?

Auch wenn Hunde Tennisbälle so sehr lieben, ist es für sie überhaupt sicher, mit ihnen zu spielen?

Nun, die Wahrheit ist, dass es zu diesem Thema viele unterschiedliche Meinungen gibt. Einige Menschen befürworten Tennisbälle als Hundespielzeug, während andere dies strikt ablehnen.

In vielen Haushalten mit Hunden sind Tennisbälle tabu, und immer mehr Halter entscheiden sich dafür, sie nur noch für ihren ursprünglichen Zweck zu verwenden.

Obwohl das Werfen eines Tennisballs zum Apportieren völlig unbedenklich ist, geht es vor allem um die Frage, ob der Hund den Ball als Kauspielzeug verwenden darf.

Leider gibt es Hinweise darauf, dass Tennisbälle bei Hunden, die sie auf diese Weise verwenden, Zahnabrieb verursachen können.

Das liegt daran, dass Tennisbälle so konstruiert sind, dass sie mehrfachen Aufprall auf harten Oberflächen und heftige Schläge mit dem Tennisschläger aushalten.

Obwohl der Flaum eines Tennisballs auf den ersten Blick weich erscheint, kann er den Zahnschmelz eines Hundes schnell abnutzen. Das passiert insbesondere bei ausgiebigem Kauen.

Dies wiederum kann sich nachteilig auf die Mundgesundheit Ihres Hundes auswirken. Später im Leben kann es Probleme mit den Zähnen verursachen.

Daher sollten Sie Ihrem Hund keinen Tennisball zum Kauen geben. Es ist aber in Ordnung, ihn gelegentlich als Wurfobjekt zum Apportieren zu verwenden.

Eine weitere Sorge vieler Halter ist die potenzielle Erstickungsgefahr, die von Tennisbällen ausgehen kann.

Obwohl dies nur sehr selten vorkommt, haben sich schon Hunde an Tennisbällen verschluckt. Es gibt auch Fälle, in denen Hunde an den Folgen gestorben sind.

Ebenso können die in Tennisbällen enthaltenen Materialien und Flusen bei Verschlucken den Darm des Hundes schädigen. Sie können Verstopfungen und andere innere Probleme verursachen.

Es ist jedoch erwähnenswert, dass Verschlucken bei jeder Art von Kauspielzeug vorkommen kann. Es ist nicht nur ein Problem im Zusammenhang mit Tennisbällen.

Bei entsprechender Vorsicht und Beobachtung können Sie Tennisbälle auch weiterhin werfen, damit Ihr Hund sie jagen kann.

Wenn Sie diese Bedenken jedoch davon abhalten, Tennisbälle als Spielzeug zu verwenden, gibt es zahlreiche Alternativen auf dem Markt.

In den meisten Zoohandlungen gibt es beispielsweise Bälle und Spielzeuge, die so konzipiert sind, dass sie die Zähne Ihres Hundes nicht beschädigen oder zum Verschlucken führen.

Außerdem sind viele dieser Produkte leicht online zu finden. Beispielsweise sind diese Bälle aus Naturkautschuk* besser geeignet als jeder Tennisball.

Es gibt solche speziellen Hundebälle sogar mit Zusatzfunktionen. So kann dieser Hundeball* Leckerlis aufnehmen, so dass Ihr Hund seinen Such- und Jagdtrieb noch besser befriedigen kann.

Dieser Hundeball mit Noppen* ist so konzipiert, dass er wie eine natürliche Zahnbürste wirkt. Während Ihr Hund darauf rumkaut, pflegt er also gleichzeitig seine Zähne und sein Zahnfleisch.

Wie kann man die Begeisterung von Hunden für Tennisbälle stoppen?

Viele Hunde lieben es, Tennisbälle zu jagen und darauf herumzukauen. Wenn Sie jedoch feststellen, dass Ihr Hund auf Tennisbälle fixiert ist, kann dies problematisch werden.

Genau wie Menschen können auch Hunde zwanghafte Züge entwickeln, die ihrer allgemeinen Lebensfreude und ihrem Glück abträglich sind.

Die Besessenheit von Tennisbällen scheint auf den ersten Blick nicht so gravierend zu sein. Sie kann jedoch weitaus verheerendere Auswirkungen haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Zum Beispiel können Hunde, die von Tennisbällen besessen sind, schnell besitzergreifend werden. Sie können andere Hunde und sogar Menschen anknurren und beißen und ihnen möglicherweise schwere Verletzungen zufügen.

Darüber hinaus führt die Fixierung auf Tennisbälle häufig zu Ungehorsam. Das kann dazu führen, dass Hunde nicht auf Befehle hören und Bällen in den Straßenverkehr oder andere gefährliche Situationen hinterherjagen.

Auch Angstzustände können zu Problemen führen, denn manche Hunde können sich nicht entspannen, bis Sie ihren Tennisball werfen und sie ihn apportieren dürfen.

Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihrem Hund helfen können, diese Besessenheit zu überwinden.

Erstens kann es sehr hilfreich sein, mit Ihrem Hund eine Apportierroutine zu entwickeln, um sein Verhalten zu kontrollieren.

Wenn Ihr Hund weiß, dass Sie ihm zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag immer den Ball zuwerfen, sollte er sich entspannen und weniger zwanghaft werden.

Außerdem ist es eine gute Idee, den Zugang Ihres Hundes zum Tennisball außerhalb der Spielzeit einzuschränken.

Wenn der Tennisball nicht benutzt wird, sollten Sie ihn außer Sichtweite aufbewahren. Am besten hoch oben oder an einem anderen Ort, an den er nicht herankommt.

Es kann auch hilfreich sein, das Spielzeug Ihres Hundes zu variieren. Versuchen Sie, ihn an verschiedene Arten von Bällen in unterschiedlichen Formen, Größen, Texturen und Materialien heranzuführen.

Oder Sie lassen ihn den guten alten Stock apportieren, was die meisten Hunde ebenfalls sehr mögen.

Mit diesen verschiedenen Spielzeugen können Sie dann Apportierspiele spielen.

Und schließlich sollten Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund genügend Bewegung bekommt. Ein müder Hund neigt viel weniger zu zwanghaftem Verhalten als ein Hund, der voller Energie ist.

Fazit: Warum lieben Hunde Tennisbälle?

Wenn Ihr Hund eine Liste seiner Lieblingsbeschäftigungen aufstellen könnte, stünde das Jagen und Kauen von Tennisbällen wahrscheinlich ganz oben auf der Liste.

Genau wie beim Gassigehen, Kauen auf Spielzeug und Essen von Leckerlis drehen die meisten Hunde völlig durch, wenn es darum geht, mit diesen gelben, flauschigen Bällen zu spielen.

Manche Halter haben sogar Schwierigkeiten, einen Tennisball auch nur in die Hand zu nehmen, ohne dass ihr Hund aufgeregt reagiert.

Die Gründe dafür liegen vor allem im angeborenen Jagdinstinkt der Hunde. Es hat aber auch mit der Beschaffenheit der Tennisbälle zu tun, die sich ein wenig wie Beutetiere anfühlen.

Und auch das wilde und unkontrolliert wirkende Hüpfen des Tennisballs erinnert den Hund an mögliche Beute, so dass sein instinktives Verhalten einsetzt.

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